Kultureller Hintergrund

Woher stammen Nose Cuffs und Piercings?
Laut einer im Journal of the American Medical Association veröffentlichten Studie lassen sich Nasenpiercings bis vor 4.000 Jahren im Nahen Osten zurückverfolgen, wanderten ums 15. Jhd. nach Indien und erreichten die westliche Zivilisation im 20. Jhd. Das Mogulreich brachte die Tradition der Nasenpiercings in den 1500er Jahren nach Indien, wo sie bis heute sehr bekannt ist. Indische Frauen piercen sich entweder das linke Nasenloch oder beide Nasenlöcher und tragen "phul" (Nasenstecker) oder "nath" (Nasenringe). Den Quellen zufolge stechen sich die meisten indischen Frauen das linke Nasenloch, weil es mit Fruchtbarkeit assoziiert wird. Anderen Quellen zufolge schmückten sich viele verschiedene Stammes- und Kriegerkulturen bereits vor 40 000 Jahren mit Nasenschmuck. Im Laufe der Jahre wurden sie als Mitgift, zu Heilzwecken, als Zeichen der Schönheit sowie als Zeichen des Respekts oder der Heirat und des Reichtums getragen. In einigen afrikanischen Ländern war das Nasenpiercing Teil eines Initiationsritus für Teenager.